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Auf Dienstreise mit leichtem Gepäck

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Predigt am 21.07.2019 zu  Matthäus 9, 35 - 10, 1.5-10 Ihr Lieben, der Sommer ist zurück. Naja, so halb jedenfalls. Zumindest ist Ferienzeit und Ferienzeit bedeutet für viele auch Urlaubszeit und damit Reisezeit. Viele von euch werden einen Koffer oder zumindest eine Tasche gepackt haben für euren Urlaub hier auf Helgoland. Ich weiß nicht, ob es euch so geht wie mir, aber wenn ich packe, dann packe ich viel ein. Dieses war meine Packliste für einen dreiwöchigen Korsika Urlaub im September: Wanderausrüstung:  Bergstiefel, Wandersocken, Berghose, Funktionsunterwäsche, Funktionsshirt, Fleecejacke, Regenjacke oder wärmere Wanderjacke, Regenhose, Biwaksack, Trillerpfeife (um ein Notsignal abgeben zu können), Tourenbuch, Taschenlampe, Erstehilfepäckchen, Sonnencreme, Sonnenbrille, Kopfbedeckung, evtl. GPS Empfänger, Wanderkarte, Halstuch oder Schal, Rucksack, Schweizer Offiziersmesser, Trinkflasche, Becher. Für den Strand: Badetuch, Badeanzug, Bikini, ...

Die Sache mit dem Geduldsfaden

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Predigt am 07.07.2019 zu  1.Timotheus 1, 12-17 Ihr Lieben, ich stricke sehr gerne. Vorzugweise Socken. Mützen und Schals mag ich auch. Mit Pullovern tue ich mich etwas schwer, und das hat seinen Grund: Pullover dauern mir zu lange! Ich will schnelle Erfolgserlebnisse und deshalb stricke ich so gerne Socken, denn die sind normalerweise nach zwei Fernsehabenden fertig. Wenn immer wieder Maschen runterfallen, oder sich Fehler einschleichen, dann dauert es natürlich länger, bis die Socken fertig sind und meine Geduld wird dabei auf eine harte Probe gestellt.  Ich habe es nicht so mit dem Stricken der Verse. Für alle Strickprofis unter euch: Ich stricke eine Jojo-Verse und muss mich dabei immer höllisch konzentrieren, damit ich nicht versehentlich Maschen beim Zusammenstricken auslasse. Ich glaube tatsächlich, dass ich noch keinen Socken gestrickt habe, bei dem das mit der Verse auf Anhieb geklappt hat. Ich musste sie immer irgendwann wieder aufmachen und ...

Nahrung für ein neues Leben

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Predigt am 30.06.2019 zu Jesaja 55, 1-5 Ihr Lieben, Letzten Montag nervte ich meinen Mann wie üblich mit der Frage: Was machen wir denn heute Abend in der Feuerwehr? Normalerweise bekomme ich darauf keine Antwort. Ist ja nur fair, denn alle anderen, die nicht mit dem Zugführer verheiratet sind, wissen auch nicht vorher, was beim Übungsdienst auf sie zukommt. Dieses Mal bekam ich aber doch eine Antwort: „Wir machen erst Übungsdienst und dann gibt es Bratwurst.“ Oh, wie klasse, dachte ich. Dann müssen wir heute nicht kochen! Das heißt:  Wir müssen uns nicht überlegen, was es zu essen geben soll. Wir müssen auch nicht mehr nicht einkaufen gehen. Wir bekommen ein sattes Abendessen - und das auch noch völlig umsonst. Wir müssen nicht einmal etwas dafür tun. Es heißt nämlich nicht: Nur wer mitgeholfen hat, die Bühne für das Hafenfest aufzubauen, darf dabei sein. Alle dürfen dabei sein, wenn gegrillt wird, und keiner muss etwas dafür bezahlen.  Das ist wie im Jesa...

Nicht nur lesen, sondern tun

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Predigt am 23.06.2019 zu  Johannes 5, 39-47 Ihr Lieben, ich habe mal meine ganzen Bibeln gezählt. Es sind 36. Zumindest, wenn ich beim Zählen keine vergessen habe. Das schließt Bibeln in anderen Sprachen mit ein wie zum Beispiel in Neomelanesischem Pidgin. Das spricht man in Papua-Neuguinea, wo ich mal für ein knappes halbes Jahr für die Kirche im Einsatz war. Das schließt auch verschiedene Bibelübersetzungen mit ein wie die Version nach Martin Luther, oder die revidierte Lutherbibel von 2017. Dann gibt es noch Versionen, die sich „Gute Nachricht“ oder „BasisBibel“ nennen. Die sind in etwas verständlicherem Deutsch geschrieben. Die Elberfelder Bibel ist eine Übersetzung, die besonders nah am Originaltext dran ist, also nah am Hebräischen Text im Alten Testament und nah am griechischen Text im neuen Testament. Diese Übersetzung ist sehr beliebt bei Theologiestudierenden, die sich gerade in hebräisch- oder Griechisch Kursen abmühen. In meinem Bücherregal befinden sic...

Den Heiligen Geist (be-) greifen

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(Predigt am 09.06.2019 zu Johannes 14, 15-17.23b-25) Ihr Lieben, könnt ihr mir zeigen, wo der Heilige Geist gerade ist?  An Pfingsten feiern wir ja, dass Gott uns den Heiligen Geist geschickt hat - als Vertretung für Jesus sozusagen.  Aber wo ist er? Oder sie? Wie sieht der Heilige Geist aus? Woran erkenne ich den Heiligen Geist? Das ist genau das Problem: Jesus war ein Mensch. Den konnte man sehen und sogar anfassen. Man konnte ihn auch hören, denn er hat viel über Gottes Reich erzählt. Aber Jesus ist nicht mehr körperlich anwesend. Dafür hat Gott dann den Heiligen Geist geschickt. Ich glaube schon, dass wir davon ausgehen können, dass der Heilige Geist hier ist.  Aber ich kann ihn weder sehen noch anfassen, denn der Heilige Geist ist eine Kraft, eine Energie. Und wir sehen oft erst auf den zweiten Blick, in welcher Weise sie wirkt. Einen kleinen Hinweis auf den Heiligen Geist bekommen wir aus dem Johannesevangelium. Da müssen wir uns allerdi...