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Welche Sprache sprichst du?

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Predigt  zu 1. Mose 11, 1-9   Ihr Lieben,   wenn ich gefragt werde, wo Steffi denn gerade ist und ich antworte „iip skin“, dann wissen einige von euch noch lange nicht, wo Steffi gerade ist. Weil sie Helgoländisch nicht verstehen. „Iip skin“ heißt übrigens „auf dem Klo“.   Zu eurer Beruhigung: Auch ich spreche nicht fließend Helgoländisch, sondern kann nur ein paar Brocken. Bei anderen Sprachen sind da nichtmal Brocken. Wenn es ans Isländisch geht, zum Beispiel, dann verstehe gar nichts mehr. Viele von uns sind immerhin der englischen Sprache mächtig, einige sprechen und verstehen sogar Französisch oder Spanisch. Wer noch in der DDR zur Schule gegangen ist, hat womöglich noch Russisch gelernt. Tatsache ist aber, dass wir die meisten Sprachen, die es unter den Menschen gibt, nicht verstehen und auch nicht sprechen können.   Aber nicht nur, was gesprochene Sprache angeht, gibt es Unterschiede. Auch indem, wie wir uns verhalten oder was wir beabsichtigen, sprechen ...

Quelle der Inspiration

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  Predigt   zu Johannes 7, 37-39   Ihr Lieben, folgende wahre Geschichte hat sich an einer Supermarktkasse zugetragen: Ein junges Paar stand an einer sogenannten Self-Checkout Kasse, also Selbstbedienungskasse. (An einer Selbstbedienungskasse übernimmt der Kunde oder die Kundin selbst die Arbeit der Preiseingabe und regelt auch mit der Bezahlung alles selbst.)   Hinter dem Paar an der Selbstbedienungskasse wartete eine Frau. Eine Mitarbeiterin des Supermarktes wies die wartendende Frau darauf hin, dass nebenan gerade eine Kasse frei geworden sei und fragte, ob sie nicht dorthin wechseln wolle. Die Frau verneinte mit der Begründung, dass sie es nicht eilig habe und ruhig warten könne, bis die beiden vor ihr fertig waren.   Nachdem auch diese Kundin ihre Einkäufe gescannt und bezahlt hatte, ging sie noch einmal zu der Mitarbeiterin des Supermarktes und erzählte: „Es war genau richtig, dass ich da stehengeblieben bin. Das Paar vor mir hatte nicht genug Geld da...

Wo ist eigentlich der Himmel?

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  Andacht zu Lukas 24, 50-53 Ihr Lieben, wisst ihr, wo der Himmel ist?   Ich meine natürlich den Himmel, in dem Gott ist. Nicht den anderen Himmel, der sich gefühlt über uns befindet und in dem wir Sonne, Wolken, Sterne, verschiedene Blautöne und auch mal einen Regenbogen sehen. Ich meine den Himmel, in den Jesus sich bei seiner Himmelfahrt begeben hat. Wo mag dieser Himmel sein?    Dazu finden wir etwas auf der Internetseite  die-bibel.de : „Der Himmel ist in der Bibel gleichzeitig der Wohnort Gottes. Gott thront über der Welt, ist jedoch gleichzeitig mit ihr verbunden. Vom Himmel aus hört, sieht, spricht und handelt Gott in die Welt hinein, er kann Boten herabsenden oder sogar selbst herabsteigen (…). Gott kann den Himmel öffnen, um Regen, Manna oder seinen Segen auf die Erde zu gießen. Wie ein König so hat Gott im Himmel seinen Thron (manchmal ist auch von einem Thronwagen die Rede), seinen Hofstaat und seine himmlischen Heerscharen (Jesaja 6,1-4). Dennoch ve...

Bitte vergib!

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Predigt zu Daniel 9, 4-5.16-19   Ihr Lieben, am vergangenen Sonntag hatte ich eine Umfrage gestartet und wollte wissen: Wenn du betest, worum bittest du im Gebet?   Es hat ganz viele Antworten gegeben und das ist dabei herausgekommen:   -         Die meisten Gebetsanliegen hatten mit Gesundheit zu tun - Gesundheit für euch selbst oder für Familie, Freunde und Menschen, die euch nahestehen. Dabei war sowohl körperliche als auch seelische Gesundheit wichtig.  -         Auch die Bitte um Frieden wurde oft genannt - Frieden ganz allgemein, Weltfrieden oder auch innerer Friede war gemeint.  -         Manche von euch beten vor Prüfungen, dafür, dass sich ihr Kinderwunsch erfüllt oder für ein baldiges Ende der Pandemie. -         Es wird um Schutz und Segen gebeten, ein offenes Herz, Liebe, Gelassenheit, Respekt, ein langes Leben u...

Liebe sucht sich ihren Weg

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Predigt zu Lukas 19, 37-40   Ihr Lieben,   die meisten von uns wissen: Wasser sucht sich seinen Weg.   Wasser kann im Grunde durch nichts wirklich aufgehalten werden. Wir Menschen versuchen zwar immer wieder, es durch Dämme aufzustauen oder durch Kanäle in bestimmte Bahnen zu lenken, aber Dämme brechen und Wasser sucht sich am Ende doch immer eigene Wege.   Ein stetiges Tropfen zum Beispiel ist in der Lage, eine Mulde in einen Stein zu graben. Deshalb auch der schöne Spruch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Der natürlich nicht nur wörtlich, sondern auch im übertragenen Sinn gemeint sein kann, wenn es darum geht, eine bestimmte Sache immer und immer wieder zu tun, bis sich Erfolg einstellt. Wenn ich zum Beispiel mit meinen Konfis immer wieder nach jeder Konfirmandenstunde das Vaterunser lese, dann können sie es spätestens nach einem halben Jahr auswendig.   Wie Tropfen in ganz großen Dimensionen Steine höhlen, zeigt der Grand Canyon: An einigen Stellen war das Was...

Frühstück verleiht Flügel

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  Predigt zu Johannes 21, 1-14     Ihr Lieben, mit Essen kriegt man die Leute immer. Besonders wenn es um kirchliche Veranstaltungen geht.   Davon bin ich fest überzeugt, denn ich habe da so meine Erfahrungen gemacht: Lade zu einem Gottesdienst am Reformationstag ein und eine Handvoll Leute taucht auf. Lade zu einem Gottesdienst am Reformationstag mit Apfelkuchenessen ein und die Hütte ist voll.   Ein anderes Beispiel: Zwei Freundinnen und ehemalige Kolleginnen aus der Urlauberseelsorge und ich haben immer wieder erfolglos versucht, uns zu Videokonferenzen zu verabreden. Mindestens eine von uns hat immer kurzfristig abgesagt. Seit wir uns mittags zum Videochat samt gemeinsamem Mittagessen verabreden, klappt das mit den digitalen Treffen ziemlich gut. Denn essen müssen wir alle ja irgendwann. Warum dann nicht gemeinsam?!   Etwas Ähnliches passiert in der Bibelgeschichte, in der Jesus nach seiner Auferstehung ein paar Jüngern begegnet. Nachdem ein paar Vorber...

Das neue Normal

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  Predigt am 04.04.2021  zu Markus 16, 1-8     Ihr Lieben,   vor zwei Jahren war es normal, dass 50.000 Menschen oder mehr in einer Arena zusammenkamen, um sich ein Fußballspiel anzusehen. Es war normal, mit Freundinnen und Freunden ins Fitnessstudio oder in ein Restaurant zu gehen. Es war normal, die Familie zu Ostern oder zu Weihnachten zu besuchen. Es war normal, eine andere Person in den Arm zu nehmen, wenn sie traurig war. Für mich war es normal, einmal in der Woche in die Sauna zu gehen. Es war für viele normal, dorthin zu reisen, wohin sie reisen wollten. Es war auch normal, hier auf Helgoland in einer vollen Kirche Ostergottesdienst zu feiern.   Heute ist das nicht mehr normal, denn das alles sind Dinge, die wir im Moment so nicht tun dürfen.   Es wird sich viel über das „Normal“ Gedanken gemacht. Die meisten wünschen sich, glaube ich, nichts sehnlicher, als dass wir bald alle geimpft sind und dann zum „alten Normal“ zurückkehren können.  ...